Makroökonomische Daten 2007
BIP Wachstum: 1,3%
BIP: 117 Mrd. €
BIP pro Kopf: 11.700 €
Exportwachstum (Preise in €): 15,7%
Importwachstum (Preise in €): 11,9%
Inflation: 8%
Arbeitslosenrate: 7,7%
Währung: Forint (ft)
Wechselkurs zum EUR: 251,3
(Durchschnitt 2007)
Ungarn: Wirtschaftszahlen
In den Prognosen herrscht grundsätzlich Einigkeit darüber, dass die ungarische Wirtschaft im Jahr 2008 wachsen wird, wenn auch in sehr kleinen Schritten. Trotz merkbar gestärktem internem und externem Gleichgewicht werden die Realeinkommen nur wenig ansteigen. Die Inflation wird langsam abnehmen.
Das Wirtschaftswachstum wird im Vergleich zu den restlichen neuen EU Mitgliedsstaaten gering sein. Die steigende Inlandsnachfrage (hauptsächlich durch Investitionen geschaffen) gleicht einen Teil der sinkenden Exportnachfrage aus. Hauptmotor des wirtschaftlichen Wachstums ist immer noch die Industrie, von der man ausgeht, dass sie bis Ende 2008 um 5-6% wachsen wird. Der Dienstleistungssektor kann sich auch dieses Jahr auf relativ günstige Voraussetzungen freuen. Der Transportsektor jedoch wird sich voraussichtlich langsamer als im letzten Jahr entwickeln. Der Transittransport stieg zuletzt, hauptsächlich aufgrund des EU Beitritts von Rumänien und Bulgarien, schnell an; derzeit kann dieser Sektor jedoch keine vergleichbar vorteilhaften Gegebenheiten erwarten. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse 2007 können wir für das Jahr 2008 nur eine Verbesserung in der landwirtschaftlichen Produktion erwarten. Eine gesteigerte landwirtschaftliche Produktion wird zudem auch die Inlandsnachfrage erhöhen. Der Finanzsektor sieht neue Marktchancen durch eine Co-Finanzierung der EU Projekte (Ungarn beginnt 2008, beachtliche Summen an EU Geldern zu nutzen).

- Quelle: The Economist
Der Export bleibt eine der wichtigsten Antriebskräfte der Wirtschaft, aber er wird aufgrund der sich begrenzenden europäischen Geschäftsmöglichkeiten einen Teil seiner Dynamik verlieren. Die große Mehrheit unseres Exports ist auf die EU ausgerichtet. Auf der anderen Seite wird der Import durch verstärkte Investitionen auf dem gleichen Stand bleiben. Das Leistungsbilanzdefizit bleibt ungefähr gleich – bei fünf Milliarden Euro.
Es wird erwartet, dass die Nominaleinkommen langsamer als letztes Jahr steigen. Das Wachstum der Bruttoeinkommen wird 8% im Wirtschaftssektor und 7% im öffentlichen Sektor betragen. Die realen Gehälter werden um 0,5-1% steigen.
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