Tschechien: Investitionsmöglichkeiten
Seit dem Beitritt Tschechiens zur EU ist das Angebot an Handels- und Investitionsmöglichkeiten gestiegen. Es wird erwartet, dass Exporteure weiterhin vom wirtschaftlichen Aufschwung Tschechiens profitieren werden, denn es finden bedeutende Verbesserungen in den Bereichen Schadstoffbekämpfung, Telekommunikationsinfrastruktur und -service, Energieerzeugung und -distribution, Wohnbau und städtische Infrastruktur sowie im Gesundheitswesen statt.
Pro Kopf gemessen, ist Tschechien in den letzten Jahren bei weitem das erfolgreichste Land für ausländische Direktinvestitionen in Mitteleuropa. Laut Schätzungen werden bis 2010 jährlich durchschnittlich 3 bis 5 Milliarden Dollar ins Land fließen. Fraglich ist, welche Auswirkungen die jetzige Rezession auf diese Vorhersage hat.
Für EU-Unternehmen bietet Tschechien eine kostengünstige, hohen Ertrag versprechende Investitionsmöglichkeit, nah am Heimatland und ohne Einschränkung der Mobilität von Arbeitskräften. Hauptgrund für ausländische Direktinvestitionen ist immer noch die große Anzahl an gut ausgebildeten und in vielen Bereichen kostengünstigen Facharbeiterinnen/Facharbeitern. Die Situation ändert sich jedoch und es wird zunehmend schwieriger, Expertinnen/Experten für bestimmte Bereiche zu finden.
Prag, die Hauptstadt Tschechiens, verfügt über einen internationalen Flughafen mit einer der größten Passagier- und Cargokapazitäten der CEE-Länder, Zug- und Busbahnhöfe sowie Autobahnanschlüsse an Deutschland und die Slowakei, was die Stadt als Logistik- und Distributionsknotenpunkt für Deutschland, Österreich, die Slowakei und Polen perfekt gelegen macht.
Die strategisch günstige Lage Prags macht die Stadt auch äußerst attraktiv als Standort für Konzernzentralen oder regionale Zweigniederlassungen. Die steigende Anzahl von luxuriösen Büroräumlichkeiten mit noch leistbaren Mieten macht Prag in dieser Hinsicht höchst interessant. DHL, Logica CMG, Accenture und andere Unternehmen haben ihren CEE-Hauptsitz bereits in Prag und weitere Unternehmen haben dies in Planung. Weitere Faktoren, wie z.B. zahlreiche kulturelle und sportliche Möglichkeiten, ein gutes öffentliches Verkehrsnetz und viele Parks sorgen für eine hohe Lebensqualität und damit auch für eine hohe Produktivität. Seit April 2008 ist Prags Lage sogar noch attraktiver, da Tschechien nun völlig der Schengen-Zone angehört.
Tschechien war 2009 vor Belgien und der Slowakei (pro Kopf) der größte Autohersteller der Welt. Derzeit gibt es drei große Automobilhersteller im Land: Skoda (Teil der Volkswagen-Gruppe), TPCA und Hyundai. Die Frage ist, wie sich die Automobilindustrie in der Krise entwickelt.
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