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Slowakei: Investitionsmöglichkeiten

Aus mehreren Gründen ist die Slowakei ein attraktives Land für Investoren: Seit Juli 2003 ermöglicht das Arbeitsrecht in der Slowakei größere Flexibilität bei den Arbeitszeiten, Arbeitsverträgen und Leiharbeitern.

Ein weiterer Grund ist die 2004 eingeführte Pauschalsteuer. Diese beträgt lediglich 19%, was einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Attraktivität für ausländische Investoren hat. Es ist jedoch nicht nur der niedrige Steuersatz, sondern auch die Vereinfachung des Steuersystems, welche die Unternehmen anzieht. Da nahezu jede Wirtschaftstätigkeit mit den gleichen 19% besteuert wird, müssen Unternehmen keine Zeit und Energie an die Optimierung ihrer Finanzaufstellung verschwenden. Aktiengesellschaften können ihre Kerngeschäfte weiterentwickeln, was zu einer verbesserten Leistung und einer erheblichen Ankurbelung lokaler Produktivität führt. Um Doppelbesteuerung zu vermeiden (oder Besteuerung von Einnahmen die bereits versteuert wurden), wurden Dividendensteuer und Erbsteuer auf 0% gesetzt.

Durch das relativ geringe verfügbare Kapital, können Banken ihr Service mit höherer Gewinnspanne und weniger Risiken als ihre Nachbarländer anbieten. Eine immer stärkere slowakische Krone, die hiesige Währung, verstärkt Investitionsmöglichkeiten in der Slowakei.

Der Hauptgrund, weshalb ausländische Direktinvestitionen in die Slowakei kommen, ist immer noch die Fülle an ausgebildeten und kostengünstigen Arbeitskräften, welche ausländische Unternehmen florieren lässt. Nur in Lettland, Litauen und Estland kosten die Arbeitskräfte weniger als in der Slowakei, jedoch besitzt keines dieser Länder die geografische und kulturelle Nähe zum westlichen Markt. Da in der heutigen Wirtschaft die Nähe zum Markt und die effiziente Materialbeschaffung enorme Vorteile bringen, beliefern die anderen drei Länder hauptsächlich Skandinavien.

Die Slowakei ist strategisch gut positioniert und verbindet die ehem. Sowjetunion (Ukraine) mit dem Westen (Österreich). Die Hauptstadt, Bratislava, liegt an der Donau und ist die einzige Hauptstadt Europas die an zwei Länder grenzt (Österreich und Ungarn). Bratislava besitzt einen eigenen internationalen Flughafen, Zug- und Busbahnhöfe und einen Hafen an der Donau. Dieser verbindet Wien und Budapest, was ihn zu einem perfekten Standort für Logistik und Güterverteilung der Länder Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn macht.

Bratislavas strategische Lage und relativ kleine Größe, machen die Stadt sehr attraktiv für die Einrichtung von Konzernzentralen oder regionalen Büros. Der niedrige Mietzins für luxuriöse Büroflächen sind hierbei besonders hervorzuheben. Johnson Controls zum Beispiel hat schon seinen Hauptsitz für Mittel- und Osteuropa in Bratislava und einige andere Konzerne planen es ihnen in kurzer Zeit gleichzutun. Verkehrsstaus sind so gut wie nicht existent, im Vergleich zu größeren westlichen Städten, was eine höhere Lebensqualität und größere Produktivität ermöglicht. Bratislavas geografische Lage wird sogar noch interessanter, wenn die Slowakei 2008 den Schengenstaaten beitritt. Reisende und sogar Geschäftsreisende müssen dann beim Grenzübergang keine Dokumente mehr vorweisen.

Die Slowakei ist weltweit auf dem 6. Platz der Autoproduktion (pro 1000 Einwohner). 2007 lancierte Hyundai/KIA seine Produktion. Im Moment gibt es drei Fahrzeughersteller in der Slowakei: Volkswagen, Hyundai/KIA und PSA und ein Vierter plant gerade den Bau einer Fabrik im Osten der Slowakei. Bis Ende 2007 wird die Slowakei zum Top Autohersteller der Welt mit 180 Autos/1000 Menschen.

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