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Slowakei: Bildung, Personal und der Arbeitsmarkt

Volkswagen, U.S. Steel und Samsung waren 2004 unter den Top 6 der Einnahmequellen der Slowakei. Alle Unternehmen sind überaus zufrieden mit ihrem Standort. Volkswagen und Samsung sind unter den Top 20 Unternehmen mit den größten Investitionen in ihre slowakischen Zweigstellen und alle drei Unternehmen sind unter den Top 20 bei ‚Gewinn nach Abzug der Steuer’. Einheitlich gepriesen werden die hochqualifizierten, kostengünstigen Arbeitskräfte der Slowakei. 2003 zeigte die Slowakei das höchste Ausbildungslevel von Erwerbstätigen in ganz Europa. 94,1% der 20-24 jährigen erreichten zumindest die Matura.

Nach der Matura gibt es die Möglichkeit, an einer von 18 Universitäten oder 6 Technischen Universitäten zu studieren, welche fast alle öffentlich und gebührenfrei sind. Die Regierung deckt hier die Kosten wie  auch bei allen öffentlichen Grund- und Hauptsschulen mit 5% des BIP (0,71% an Universitäten). Im Jahr 2006 graduierten 6.826 Studentinnen und Studenten in Verfahrenstechnik, 8.906 in Sozialwissenschaft und 2.786 in Naturwissenschaften.

Die Slowakei verfügt über einen großen, noch lange nicht ausgenutzten Pool an talentierten Arbeitskräften im wissenschaftlichen und technischen Bereich. Das Land führt in der mittel- und osteuropäischen Region im Bereich wissenschaftliches und technisches Talent, mit 1.844 Wissenschaftlern und Technikern in Forschung und Entwicklung pro eine Million Menschen. Im Vergleich dazu ist die Rate in der Tschechischen Republik 1.349, in Ungarn 1.445, in Polen 1.429 und in Rumänien nur 913. Durch die relativ geringe Größe des Landes und den kleinen lokalen Forschungs- und Entwicklungsbudgets, müssen sich viele slowakische Top Fachleute im Bereich Wissenschaft und Technologie zwischen unangenehmen Standortwechsel für bessere Einkommenschancen im Ausland und schlecht bezahlten, unanspruchsvollen Jobs im Inland entscheiden. Einige ausländische hightech Unternehmen haben diese Chance bereits erkannt und wahrgenommen. Weltweit führende IT Firmen wie zum Beispiel Oracle, HP, IBM, SAP, SUN, Microsoft und Siemens sind in der Slowakei bereits etabliert und äußerst erfolgreich.

Die Fremdsprachenkompetenz steigt ständig. Jeder dritte Slowake spricht Deutsch, 25% der Bevölkerung sprechen Englisch oder Russisch und 14% Ungarisch. Ein Drittel der Bevölkerung spricht zwei Fremdsprachen. Die Situation bei den unter 30 Jährigen sieht sogar noch besser aus: 75% sprechen Englisch und 47% Deutsch.

Das Durchschnittseinkommen von 2006 war 18.761 SKK im Monat (etwa 570 EUR). Der Mindestlohn beträgt seit 2007 8.100 SKK im Monat. Die Einkommenssteuer für Personal ist pauschal bei 19%. Der Sozialversicherungsbeitrag beträgt 13,4% des Gehalts. Der Arbeitnehmer zusammen mit dem Arbeitgeber steuern 28,75% zum Pensionssystem bei (Arbeitnehmer 7%, Arbeitgeber 21,75%). Das bedeutet, wenn der Arbeitnehmer ein Bruttogehalt von 20.000 SKK im Monat hat, betragen die Kosten für den Arbeitgeber 27.000 pro Monat (etwa 35% des Bruttogehalts des Arbeitnehmers). Dies gilt für reguläre Vollzeitkräfte. Der Arbeitsvertrag muss Arbeitsaufgaben, Arbeitsort, Arbeitsantritt, Gehaltskonditionen, Zahltag, Arbeitszeiten, Urlaubslänge und Länge der Kündigungsfrist beinhalten. Die übliche Probezeit beträgt 3 Monate.

Die reguläre Arbeitszeit in der Slowakei beträgt acht Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche. Nach dem Arbeitsrecht dürfen Angestellte Überstunden machen, jedoch höchstens 400 Stunden pro Jahr. Arbeiter, Techniker und andere Angestellte in Fabriken, welche Schichtarbeit machen, haben Schichtwechsel um 6:00 Uhr, 14:00 und 22:00 Uhr. Andere Angestellte, die nicht in Schichten arbeiten sondern Gleitzeit haben, arbeiten normalerweise von 9:00 bis 17:00 Uhr.

In der Slowakei gibt es 15 gesetzliche Feiertage. Die Arbeitnehmer haben laut Arbeitsrecht vier Wochen Urlaub im Jahr, nach 15 Jahren Arbeitserfahrung sind es fünf Wochen im Jahr.

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