Polen: Investitionsmöglichkeiten
Nach 15 Jahren mutiger wirtschaftlicher und politischer Reformen hat Polen seine Position als eines der Länder mit dem schnellsten Wachstum in Zentral- und Osteuropas gefestigt. Als Mitglied der EU, NATO und OECD ist das Land ein vertrauenswürdiger und zuverlässiger Partner für internationale Geschäfte. Außerdem bietet es hervorragende Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten.
Laut dem AT Kearney Report 2006 ist das Umfeld Polens für ausländische Direktinvestitionen als sehr positiv und dynamisch zu bewerten. Investoren der Global Communications Branche stuften Polen als eines der attraktivsten Länder für ausländische Direktinvestitionen ein. Die Perspektiven für dynamische Entwicklung von Dienstleistungen im neuen Technologiemarkt sind auch sehr vielversprechend.
Zu den Gründen, warum ausländische Investoren Polen als attraktives Investionsland erachten, zählen sowohl die Größe des polnischen Marktes, das Wirtschaftswachstum und die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Darüber hinaus werden den Investoren viele Exportbegünstigungen seitens der Regierung geboten, wie z.B. Verfügbarkeit von EU Strukturfonds, Investitionsbegünstigungen in 14 Sonderwirtschaftszonen (SWZ) und lokalen Regionen, Industrie- und Technologieparks, Zugriff auf eine komplexe Datenbank von bebaubarem Brachland und Grünflächen (Brownfield und Greenfield Geländen).
Strukturfonds der Europäischen Union fördern nicht nur Direktinvestitionen, sondern auch indirekte Investitionen, wie z.B. durch die Unterstützung von Konstruktion und Modernisierung existierender Infrastruktur. Eine Sonderwirtschaftszone (SWZ) ist eine bestimmte Zone, in der Herstellungs- oder Vertriebsgeschäfte zu vergünstigten Konditionen betrieben werden können. Das Management jeder dieser Zonen erlässt Genehmigungen, um Geschäfte in der jeweiligen SWZ zu betreiben und hilft, den Investitionsprozess zu beschleunigen, z.B. durch den vereinfachten Zugang zu Kontaktdaten von örtlichen Behörden oder durch zentrale Administration in Bereichen wie dem Kauf von Land.
Weitere attraktive Investitionsbereiche sind der Technologie- und der Industriepark. Ersteres ist eine Gruppe bestimmter Baulandgebiete, ausgestattet mit technischer Infrastruktur, um den Informations- und Wissensaustausch zwischen wissenschaftlichen Instituten und Unternehmen zu vereinfachen. Mit Industriepark ist eine Gruppe ausgewählter Baulandgebiete gemeint, die durch eine Infrastruktur restrukturierter oder stillgelegter Unternehmen charakterisiert ist. Diese Art von Park wird in Zusammenarbeit mit der örtlichen Regierung gebaut, um günstige Bedingungen für Businessaktivitäten zu schaffen, vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen.
Der Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen nach Polen erreichte im Jahr 2006 seinen Höhepunkt mit über EUR 11 Mrd. 83% der gesamten Direktinvestitionen kamen aus europäischen Ländern, in erster Linie aus Deutschland, England, Spanien und Frankreich. Zu den Hauptinvestoren aus nicht-europäischen Ländern zählen die Schweiz, Südkorea, Japan und die USA. Als Greenfield Investoren des Jahres 2006 sind Bridgestone, Dell, Sharp, Toyota und Toshiba zu nennen.
Polen wird zunehmend zu einer attraktiven Destination für Firmen, die im Outsourcing von Unternehmensprozessen tätig sind, wie z.B. im Finanz-, Logistik- und IT-Bereich. Im Jahr 2006 wurden über 20 neue BPO Zentren erbaut, einschließlich ACN Capgemini, Shell, GE Money Bank und Deutsche Bank.
Polnische Sektoren mit riesigem Potenzial ziehen viele weltweit operierende Unternehmen aus verschiedenen Branchen an, die ihre Tochtergesellschaften in Polen ansiedeln oder ihr Investitionskapital in Polen anlegen. Zu nennen sind beispielsweise aus der Sparte F&E: ABB, Alstom, Avon, IBM, Philips, Volvo, Oracle; aus der Sparte der Automobilteilehersteller: Volvo, GM, Toyota, MAN; aus der Luftfahrt: PZL Mielec, PZL Rzeszów, Pratt & Whitney, WSK Rzeszów, Stamet; aus der Sparte der Elektro-Haushaltsgeräte: Electrolux, Whirlpool, LG, Indesit, BSH; aus der Landwirtschaft: Rolnik, Morliny, Hortex, Maspex Wadowice, Żywiec, Okocim; und aus dem Yachtbau: Balt Yacht, Delphia Yachts, Galeon, Ostróda Yachts und Ślepsk.
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