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Kroatien: Investitionsmöglichkeiten

Kroatien genoss während der letzten Jahre ein kontinuierliches Wachstum ausländischer Investitionen, gestützt durch eine wachsende Wirtschaft, geringe Inflation, stabile Wechselkurse und gut entwickelte Infrastruktur. Mit weit vorangeschrittenen Aufnahmeverhandlungen in die NATO und die Europäische Union hat Kroatien eine Vorreiterrolle in der Region übernommen und es wird ein positiver Effekt auf Investitionen und Wachstum erwartet. Kroatien ist offen für ausländisches Investment und viele ausländische Investoren profitieren von diesem wachsenden Markt. Die kroatische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, ausländische Investitionen noch zu erhöhen und setzt weitere Maßnahmen, um das Investitionsklima im Land zu verbessern. Dies geschieht in der Hoffnung, an die aktuellen positiven Trends, wie das stabile makroökonomische Umfeld sowie zukünftige Mitgliedschaft in NATO und EU, anzuschließen.

Die Internetseite der kroatischen Wirtschaftskammer (http://www.hgk.hr) bietet einen hilfreichen, deutsch- und englischsprachigen Leitfaden „Einstieg in die Unternehmertätigkeit in der Republik Kroatien“, sowie sektorspezifische und allgemeine Berichte. Die Internetseite der kroatischen Börse (www.zse.hr) bietet englischsprachige Übersetzungen der wichtigsten in Kraft befindlichen Gesetze.

Kroatien ist ein offener Markt ohne Beschränkungen für ausländische Investoren. Die kroatische Regierung hat sich dazu verschrieben, günstige Rahmenbedingungen und ein positives Umfeld für internationale Direktinvestitionen zu schaffen, welche für eine völlig offene, exportorientierte und wettbewerbsfähige Wirtschaft unerlässlich sind. Ausländische Investitionen in Kroatien werden durch das Firmengesetz, das Investitionsförderungsgesetz und andere Gesetze reguliert.

Ausländische Investoren haben die gleichen Rechte, Pflichten und rechtlichen Status innerhalb eines Unternehmens wie inländische Investoren, soweit den Gegenseitigkeitsbedingungen entsprochen wird. Die kroatische Regierung bietet ein Paket von Investitionsanreizen, welches es ausländischen Investoren ermöglicht, zusätzliche Rechte zu erlangen, welche inländischen Investoren nicht ausgestellt werden. Die kroatische Verfassung versichert freie Rückführung von Profiten und freie Rückführung von Kapital im Falle von Desinvestition.

Im Jahr 2007 wurde ein Rekord an ausländischen Investments im Wert von 3,62 Milliarden Euro erreicht. Die Investoren kamen hauptsächlich aus europäischen Ländern: Österreich, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Slowenien, Italien, Schweden usw., sowie auch aus den USA. Sie investierten hauptsächlich im Telekommunikationssektor (24,36 %), Bankgeschäfte (21,24 %), Pharmaindustrie (9,71 %), Öl- und Gasindustrie (7,28 %), Zementindustrie (3,05 %) usw.

Ausländischen juristischen Personen ist es erlaubt,

  • Kapital auf vertraglicher Basis zu investieren.
  • Kapital in eine Firma zu investieren.
  • Kapital in eine Bank oder Versicherung zu investieren.
  • als Einzelunternehmer oder Gewerbetreibende aufzutreten.
  • eine Genossenschaft einzurichten.
  • sich das Recht anzueignen, natürliche Ressourcen oder andere für Kroatien relevante Vermögenswerte zu erschließen.
  • sich an B.O.T. (»build-operate-transfer«) Betreibermodellen sowie B.O.O.T. (»build-own-operate-transfer«) Betreibermodellen zu beteiligen.

In den verschiedenen Regionen Kroatiens bestehen große Unterschiede hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Nord-Westen bietet die größten Wettbewerbsvorteile, da sich die Hauptstadt Zagreb, das kroatische Wirtschaftszentrum, in dieser Region befindet. Weiters sind die Eckdaten hinsichtlich Demographie, Gesundheitsvorsorge und Kultur sehr günstig. Die anderen beiden Regionen sind Zentral- und Ostkroatien sowie die adriatische Küste. Der zentral-östliche Teil bietet gute Investitionsmöglichkeiten in der Landwirtschaft, die Küstenregion gute Möglichkeiten für Tourismus und Immobilienhandel.

Die kroatische Industrie erwirtschaftet in etwa 20 % des BIP und beschäftigt 25 % der gesamten kroatischen Arbeitnehmerschaft. Den bedeutenden Teil des Gesamteinkommens halten die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, Ölindustrie, Chemie, Baustoffe, elektrische Anlagen, Papierindustrie und Schiffbau. Die führenden Exportindustrien sind u.a. Schiffbau, Öl und Gas, Chemie, Nahrungsmittel und Getränke. Industrielle Produkte stellen 97 % des kroatischen Exports dar.

Weitere Anreize für ausländische Investoren sind die gut ausgebildeten Arbeitskräfte, die geografische Lage mit wichtigen paneuropäischen Routen, natürliche Ressourcen, das stabile politische und wirtschaftliche Umfeld, ausgereifte Finanzdienstleistungen und qualitativ hochwertige Telekommunikationsinfrastruktur. Hürden für Unternehmen bilden das bürokratische System und erschwerter Zugang zu Informationen.
 

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