Makroökonomische Daten 2006
Bevölkerung – 7,67 Millionen
BIP Wachstum – 6,4%
Arbeitslosigkeit – 9,6%
Inflation – 4,3%
Bulgarien: Wirtschaft
Die Wirtschaft Bulgariens ist in guter Verfassung; das Jahr 2006 markierte das neunte Wachstumsjahr in Folge seit dem Kurseinbruch 1996/97. Konsum und BIP wachsen, Investitionen aus dem Ausland sowie aus Übersee brechen Rekorde. Allerdings ist die Arbeitslosenquote noch relativ hoch, zeigt aber fallende Tendenz, Import und Export steigen kontinuierlich an.
Im Jahr 2006 erreichte der Anteil an ausländischen Direktinvestitionen eine Rekordhöhe von 4.015 Millionen Euro. Dies markiert ein Wachstum von über 70% im Vergleich zu 2005. Die ausländische Direktinvestition wird hauptsächlich vom ausländischen Eigentumserwerb gestützt, welcher 30% der Gesamtinvestition für 2006 bildet und sich gegenüber 2005 verdoppelt hat. Nichtsdestotrotz zeigten 2006 Direktinvestitionen vom Ausland auch in der Produktion ein signifikantes Ergebnis von 777 Millionen Euro. Dies stellt ca. 20% der gesamten Auslandsinvestitionen des vergangenen Jahres dar.
Der Industriesektor, einschließlich der Baubranche, erzielte 2005 und 2006 ein Jahreswachstum von 8,3% ebenso wie der Tourismussektor. Manche Herausforderungen bleiben jedoch bestehen: die Inflation ist immer noch hoch mit 4,3% jährlich (Stand: Ende 2006). 2006 stand das Leistungsbilanzdefizit bei einem Rekord von 3,88 Mrd. Euro (2,43 Mrd. Euro 2005) und stellt somit 16% des BIP dar. In Zukunft werden die politischen Entscheidungsträger Bulgariens die Balance zwischen Vorsicht und Wachstum noch mehr verhandeln müssen. In der Zwischenzeit gibt es Diskussionen bezüglich des Eintrittsdatums in die Eurozone – Schätzungen belaufen sich auf 2010 bis 2012.
Die starke politische Verpflichtung der Regierung und anderer staatlicher Institutionen spielen eine große Rolle im Streben nach einer stabilen gesamtwirtschaftlichen politischen Linie durch Reformen zur Förderung der Rechtstaatlichkeit und spezieller Maßnahmen zur Begünstigung des Marktes.
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